Ausgewählte Kategorie: Methoden

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Alter Schwede, sind wir stolz: Wir haben als Gruppe gemeinsam in 4 Tagen ein Buch über “Perspektiven der Agilität” geschrieben, und unsere book sprint-Methode haben wir ebenfalls agil-experimentell gestaltet. Einige Personen und Gruppen haben uns dabei spontan unterstützt, inspiriert und Statements, Antworten und Minibeiträge geliefert – Hammer, vielen Dank!

Daher ist heute Abend Version 0.18 des Buchs frei als pdf erhältlich unter http://agile-booksprint.de (Direktlink). Wir werden mit der Methode weitermachen und das Buch iterieren und weiterentwickeln, gerne mit Eurer Beteiligung! Das Buch wird also noch wachsen, mehr Themen abdecken und noch mehr gemeinsame Entwicklung werden. Freuen uns über Beteiligung, sind natürlich auch scharf darauf, die Methode weiterzutragen und auszutesten. Sprecht und einfach mal an: info@agile-booksprint.de

Freuen uns auf Euer Feedback! 

Anna, Christian, Janna, Martin und Nick

Gestern durfte ich Teil eines interessanten Experiments sein: Als Laie Icons malen, mithilfe eines vorgegebenen Rasters, aber unter Zeitdruck. 

Was Anna als Expertin so beschreibt, fühlte sich für mich sehr herausfordernd an: In 10 Minuten sechs Icons malen und dabei die Formen des vorgegebenen Rasters verwenden. Zuerst denkt man: Ui, in 10 Minuten schaffe ich das nie! Dann denkt man nach der ersten Figur: Fällt mir jetzt wirklich noch was ein? Aber mit der (kurzen!) Zeit entdeckt man doch neue Möglichkeiten und lässt sich auf das Experiment ein, in minimaler Zeit etwas “zu schaffen”. Das ist interessant, denken wir doch meistens: Ach, dafür hätte ich jetzt nur 10 Minuten, das mach ich dann mal lieber “richtig” … 

Herr Frutiger, der bei dem Experiment Pate stand, wäre wahrlich nicht stolz gewesen auf mein Ergebnis … Stichwort: Ausmalen will auch gelernt sein … aber ich habe das etwas Wichtiges mitgenommen: Anfangen, Leitplanken setzen/setzen lassen, los! 

Oder um es mit einem Songtextausschnitt von Jessie J zu sagen: 

“Can’t color inside the lines ’cause
I’m perfectly incomplete
I’m still working on my masterpiece”

Wer sich weiter im “Timeboxing” üben möchte, hat bei unserem letzten Sommerloch Event “Think inside out the timebox – Kreative Ideen in wenigen Minuten” die Gelegenheit dazu.

Anmeldung über Eventbrite: https://www.eventbrite.de/e/think-inside-out-the-timebox-kreative-ideen-in-wenigen-minuten-tickets-48730934537?aff=ehomecard

 

 

Erstmalig kooperieren das Karlsruher Coaching LAB und die Digital Media Women Karlsruhe (dmw ka)! Am 11. Oktober um 18:30 Uhr geht es gemeinsam los mit der neuen neuen Coach-UP Reihe, Veranstaltungsort ist die Ausstellung “Open Codes” im ZKM Karlsruhe. An diesem Abend könnt ihr euren Karrierwegen an drei verschiedenen kreativen Stationen tiefer auf den Grund gehen:

Woher komme ich? Wo stehe ich? Wohin will ich hin?

Oder in kreative Aufgaben übersetzt: Wieviele Sherpas brauche ich auf meiner nächsten Wegstrecke? Wenn mein Leben aus Baumringen bestünde, wie markiere ich die Stelle, die ich anvisiere – außerhalb des jetzigen Stammes? Wenn ich grundlegende Fragen an mein Leben beantworten müsste: Welche würde ich in einer Zeitkapsel vergraben? 

Anmeldung über die Facebook-Seite der dmw ka: www.facebook.com/events/1433687196775427/

Es wird spannend. Wir freuen uns auf Euch! 

Beim Tetralemma handelt sich um eine Technik zur Entscheidungsfindung, die sich besonders dann eignet, wenn man sich in einer „Zwickmühle“ befindet. Sie dient sowohl zur Klärung innerer als auch äußerer Konflikte, Lösung von Dilemmata, zur kreativen Lösungsfindung und zur Sichtbarmachung von übersehenen Aspekten. Sie kann z. B. im Coaching oder in der Beratung angewandt werden, wenn der Coachee zwischen zwei gleich starken Handlungsoptionen hin- und herschwankt.

Im Vodcast gebe ich einen kurzen Einblick in die Methode. Wer mehr zum Thema Entscheidungsfindung lernen und ausprobieren möchte, besucht am besten unseren Workshop “Ja – Nein – Vielleicht – Später. Neue Wege Entscheidungen zu treffen” am Donnerstag, 30.08.2018, 18-21 Uhr in unseren Räumlichkeiten im Karlsruher Rheinhafen.

Anmeldung unter: https://www.eventbrite.de/e/ja-nein-vielleicht-spater-neue-wege-entscheidungen-zu-treffen-tickets-48730455103

 

 

 

Manche Coaches benutzen an einem bestimmten Punkt des Coachings gerne die sogenannte Wunderfrage (manche auch die „Zauberfee“), um den Coachee in einen lösungsorientierten Zustand zu bringen und eine „Musterzustandsänderung“ herbeizuführen. 


Was passiert, wenn man die „haarkleine“ Problemanalyse bzw. das „Problembild“ und das ganze Vorgeplänkel (Vorsicht: überspitzt!) weglässt? Ich praktiziere sehr gerne Kurzzeitcoaching und konzentriere mich mit dem Coachee in sehr begrenzter Zeit auf die Lösungsfindung – im Extremfall braucht es gar keine Erwähnung des Problems, um zu einer Lösung zu kommen. Klingt irre? Total. 

„Der Lösung ist es egal, wie das Problem entstanden ist.“ (Steve de Shazer)

Aus der Lösungsortienten Kurzzeittherapie (Solution Focused Brief Therapy), die von Berg und de Shazer in den 1980er-Jahren begründet wurde, entwickelte sich das Kurzzeitcoaching – kurze Impulse, völlig lösungsorientiert, kurze Zeitintervalle.

Insoo Kim Berg erfand die „Wunderfrage“, die wir auch aus anderen, zeitintensiven Coachingformaten kennen, durch Zufall. Ein Klient wusste in einer Sitzung nicht mehr weiter und sagte: „Vielleicht kann da nur noch ein Wunder helfen“. Insoo Kim Berg, die es sehr begrüßte, wenn auch die Coachin/der Coach sich irritieren lässt, meinte darauf sinngemäß: „Ich habe leider kein Wunder für Sie. … Aber wenn über Nacht ein Wunder geschehen würde und Ihr Problem gelöst wäre: woran würden Sie am darauffolgenden Tag merken, dass sich etwas verändert hat?“

Für alle, die weder das Wort „Wunder“ noch das Wort „Fee“ benutzen wollen, ist es natürlich völlig ok, das Setting neutraler zu beschreiben. Wichtig ist, dass dem Coachee Zeit gegeben wird, über die Frage der Veränderung in Ruhe nachzudenken. „Sie bemerken also morgens, dass das Problem gelöst ist – woran bemerken Sie es? Was ist anders?“ Hier ist viel Askese bei Coachin/Coach gefragt, insbesondere wenn der Coachee mit „Ich weiß nicht“ antworten sollte – dies bedeutet keinesfalls, dass man eingreifen, sondern Zeit lassen sollte. Wenn eine Antwort auftaucht, lohnt es sich ebenfalls, weiterzufragen: „Was fällt Ihnen noch auf?“, „Wer wird noch bemerken, dass das Problem gelöst ist?“, „Was tun Sie als Erstes, wenn das Problem gelöst ist?“, „Wie reagieren andere beteiligte Personen?“

Das Tolle an der Technik ist:

  • Coachee erlebt quasi „gelösten“ Zustand, es passiert bereits eine emotionale Änderung (virtuelles Erleben, „Generalprobe“), die Lösung ist „zum greifen nah“
  • Wunder darf Ausnahmen zulassen, es darf also Wunderhäppchen geben, eine Art Geschichte der kleinen Fortschritte, die sich entwickeln lassen – so entstehen nicht nur Visionen/Lösungsbilder, sondern auch implizite Anleitungen zu kommenden Schritten, diese Vorstellung auch umzusetzen
  • Lässt sich wunderbar im Einzel- und auch Teamcoaching einsetzen, auch sehr zu empfehlen für Agile Coaches (die ich auch immer gerne methodentechnisch inspiriere)!
  • Wenn der Coachee die Technik kennt und nichts von der – pardon – „Kackfee“ wissen möchte, gibt es andere lösungsorientierte Techniken (z. B. die Zukunftwerkstatt lässt sich in adaptierter Weise wunderbar mit einer Person durchführen)

Ach ja, und was hat das mit Klimaanlagen zu tun? Ich biete Kurzzeitcoaching jederzeit an, ausprobieren kann man es unverbindlich und kostenfrei in meiner Coachingsprechstunde, schön im voll klimatisierten Workshopraum. 😉 https://www.think-do-change.de/coaching-sprechstunde/

Lesetipps:

*Steve de Shazer/Yvonne Dolan: Mehr als ein Wunder. Lösungsfokussierte Kurztherapie heute, Carl Auer Verlag 2016.

*Peter Szabó/Insoo Kim Berg: Kurz(zeit)coaching mit Langzeitwirkung, Borgmann Media 2017.

Heute möchte ich eine meiner Lieblingsmethoden vorstellen, die in den 1980er Jahren erfunden wurde, und deren Wurzeln noch etwas älter sind.

Man stelle sich vor, eine Methode ermutigt einen, alle Zweifel, alle Diskussion, “Wenn und Abers” beiseite zu lassen und direkt dort einzusteigen, wo es im Alltag kaum möglich: Bei dem was wir uns wirklich wünschen, was wir als Vision vielleicht schon in uns tragen und was sich erst in einer offenen, kreativen Umgebung offenbart.

Robert Jungk, einer der ersten Zukunftsforscher, erfand in der Zeit des Kalten Krieges gemeinsam mit Norbert Müllert die bis heute bekannte Methode der „Zukunftswerkstätten“. Sie trieb das Interesse daran, Menschen aller Bildungsbereiche und sozialer Klassen demokratisch an der Gestaltung von Zukunftsprozessen teilhaben zu lassen. Dahinter steckte der implizite Wunsch, dezentrale, regionale Selbsthilfe zu aktuellen Themen zu ermöglichen.

Das heißt, jeder sollte Wünsche und Phantasien frei entfalten und die Welt um sich herum mitgestalten können. Die Methode wirkt dabei den repressiven Effekten entgegen, die normalerweise auftreten: Gesellschaft wird zentral gesteuert, Menschen denken wenig visionär etc.

Die Phasen im Ablauf einer Zukunftswerkstatt sind klar und einfach strukturiert:

Bedarfsweise führt eine Vorbereitungsphase zum Thema hin. Bei größeren Gruppen, die aus unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen bestehen, die sich vorher nicht kennen und keine Thema „teilen“, mag das z. B. die Hinführung zu einem gesellschaftlich relevanten Thema sein wie „Wie sieht die Gesellschaft 20 Jahre nach der Computerisierung aus?“ (echtes Beispiel einer Zukunftswerkstatt aus den 1980er Jahren; man erkennt sofort die Aktualität, wenn man „Computerisierung“ durch „Digitalisierung“ oder „AI“ ersetzt).

Phase Eins ist die sogenannte Beschwerde- und Kritikphase, die nicht zu lang gestaltet sein sollte, da die Methode lösungs- und nicht problemorientiert ist. Hier können die Dinge und Themen platziert werden, die Anstoß für eine gewünschte Änderung bieten.

Die wichtigste, zweite Phase ist die Phantasie- und Utopiephase, die ich gerne „Wunschhausen“ nenne (Dank an den Amsterdamer Kollegen Dr. Christian Roth, der mich darauf hingewiesen hat, dass Wunschhausen wohl nah an der „Hoff-Stadt“ liegen müsse! ;)). Hier wird alles notiert bzw. an die Wand geworfen, was sich die Teilnehmer wünschen. Die einzige Regel ist: Es gibt kein „Das geht ja gar nicht“ oder „Das ist unmöglich“. Das führt dazu, dass dort Visionen und Wünsche plastisch in den Raum treten, die man eigentlich nicht realistisch äußern würde.

Abgerundet wird der Prozess durch die Verwirklichungs- und Praxisphase, die behutsam den Transfer zwischen „Wunschhausen“ und „Realitätshausen“ einleitet. Dabei ist wichtig, dass die Visionen nicht unmittelbar gegen eine virtuelle Wand fahren („Jetzt haben wir uns was gewünscht und umsetzen geht so natürlich nicht.“) und als unrealistisch auf dem Stapel der Wünsche liegen bleiben; so würde nämlich nur Frustration entstehen und das Gefühl, noch weniger als geglaubt verändern zu können. Vielmehr geht es darum, zu erspüren, wo die Teilnehmer das meiste Potenzial sehen und womöglich Anfangspunkte. Der Schwerpunkt ist also die Utopiephase, „Wunschhausen“, es ist sogar möglich, alle anderen Phasen wegzulassen, wenn die Teilnehmer spontan auf Ideen kommen und keine Hinleitung zur Methode brauchen.

Gearbeitet wird von den Teilnehmern mit Moderationskarten, die an (Moderations)wänden befestigt werden und dort verschiebbar bleiben. Klassisch sind aber auch Papierbahnen an Wänden, die Methode lädt dazu ein, beliebiges Material “zur Schau zu stellen” und z. B. auf Wandtapeten Geschichten erzählen.

Erstaunlich ist, dass die sofortige psychologische Wirkung für den Moderator/Coach direkt feststellbar ist – die meisten Menschen lassen sich sehr gut ein auf das lösungsorientierte Arbeiten in Wunschhausen. Damit ähnelt die Methode natürlich der Arbeit heutiger Think Tanks.

Die Erfinder testeten die Methode sehr lange und mussten anfangs auch Rückschläge einstecken, z. B. dass den Teilnehmern nichts Positives einfiel. Sie fanden heraus, dass es animierend wirkte, die Teilnehmer nach den „Verhinderern“ positiver Entwicklungen zu fragen. Die Problem/Kritikphase kann also durchaus immer wieder punktuell auch genutzt werden, um ex negativo Positives zu denken.

Die Zukunftswerkstatt ist ursprünglich als Gruppenmethode gedacht, adaptiert funktioniert sie aber auch wunderbar in der Einzelarbeit (ggf. wird Feedback von außen, z. B. von Freunden eingeholt, und die Arbeit in mehrere Sessions verteilt).

Zeitlich lässt sich die Methode hervorragend anpassen und skalieren. Von der Kurzwerkstatt mit je 15 Minuten pro Phase bis zur Wochenend oder 5-Tage-Zukunftswerkstatt ist alles denkbar. Wichtig ist bei Gruppen, die sich vorher nicht kennen und kein gemeinsames Thema haben, zu Beginn eine Infophase, eine gemeinsame Besichtigung einzuplanen.

Da wo viele Menschen “zusammendenken”, kommt natürlich schnell die Frage auf, wie man die Ergebnisse sichert und teilt. Sollten alle beispielsweise zu Beginn “brainwriting” im Stillen betreiben, ist es wichtig, dass diese Ideen auch in Folge geteilt werden und die Gruppe sich gegenseitig inspiriert, Ideen weiterzuflechten. Sollte die Gruppe gemeinsam brainstormen, ist es wichtig, dass eine neutrale Person schreibt, die die Ergebnisse nicht filtert, bremst oder verformt. Wenn jeder schreibt und Ergebnisse frei an einer Wand platzieren kann, bekommt man allerdings in den allermeisten Fällen “demokratische” Ergebnisse.

Und zum Abschluss einige DOs und DON’Ts:

DOs:  
  • Fantasie
  • Freiheit
  • Wünsche
  • Utopie
  • Das Undenkbare denken (Kahn, Zizek)
  • viele Wortmeldungen
  • Experimentierfreude
  • Unangepasstheit
  • Wandlungsfreude
  • Verrücktes zulassen
  • Scheitern riskieren
  • Vielseitige Infos und Interessen teilen
  • Ideen weiterspinnen
  • Kreativität vor Logik
  • Unvoreingenommene Begegnung
  • Wilde Wucherung von Ideen zulassen
  • Freies Gedankenspiel
  • „Überspitzungen sind nützliche Herausforderungen“
  • Lockerungsübungen
  • Freie Inspiration


DON’Ts:  
  • Monologe
  • Grundsatzdiskussionen
  • Unmut
  • Ohnmacht
  • Bedrängendes
  • “Das geht ja eh nicht”
  • Im-Kreis-drehen
  • Kritik
  • “Ja, aber”
  • Gewohnte Denkgleise
  • Gewohnte Diskussionen
  • An das Machbare denken
  • Druck, etwas umzusetzen
  • Besitzanspruch an Ideen
  • Perfektionismus
  • „Konformitätsgefängnis“
  • Umsetzungsdruck


* Robert Jungk/Norbert R. Müllert: Zukunftswerkstätten, München 1994 (4. Auflage). (Erst-VÖ 1981)

Demnächst dann mehr zu “sozialen Erfindungen”, dem “Walesa-Effekt” und der sogenannten “Soziokratie”!  

„Ein Leben ohne Karabinerhaken ist kein Leben“ – diesen spontanen Ausruf kürten wir zum Motto des 2. Karlsruher Coaching LABs und statteten sinngemäß zu Beginn des Events jeden Teilnehmer mit einem persönlichen Karabiner aus. Doch kaum hatte sich unsere „Seilschaft“ gebildet und jeder schon mal seinen „Gipfelruf“ geübt – für den Fall, dass die Veranstaltung die persönlichen Erwartungen erfüllt – wurde sie auch schon wieder gelöst und auf die verschiedenen Coaching Sessions aufgeteilt.

Inspiriert von den weitläufigen Räumen des ZKMs und der einmaligen Atmosphäre der Ausstellung „Open Codes“, welche das Coaching LAB dieses Mal beherbergte, hatten Christa, Anna und Christian drei ganz unterschiedliche Formate entwickelt, die nun in Kleingruppen erprobt wurden.

In der „Storytelling“ Session von Christa ging es darum, dass Realität erst dann entsteht, wenn man sie mit jemandem teilt. Der Künstler Markus Nieden (http://markusnieden.com) teilte seine Geschichte mit der Gruppe, um sich Lösungsideen und neue Perspektiven für sein Anliegen einzuholen, sich und seine Projekte in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. Um die Ausgangssituation genauer zu beschreiben kam dabei auch ein Exponat der Open Codes Ausstellung zum Einsatz: die interaktive Installation »Phenotypes/Limited Forms« des Fotografen und Filmemachers Armin Linke ermöglichte es die eigene Geschichte mit Bildern zu erzählen und sogar als Leporello auszudrucken.

Christian hielt es bei seiner Coaching Session nicht lange an einem Ort. Er machte mit seiner Coachee einen „Brain Walk“ durch die weitläufigen Lichthöfe des ZKM. Begleitet wurden sie auf dem Weg zu verschiedenen Stationen von einem „Chor“ (angelehnt an das antike Drama), der zunächst beobachtete und später als Sprechchor der Coachee in ungewöhnlicher Weise die persönlichen Ressourcen in Bezug auf das Anliegen spiegelte.

In Annas „Kreativ Session“ erarbeiteten die Teilnehmer ihre Superhelden/Superschurken-Profile und stellten sich darüberhinaus mutig ihrem Erzfeind. Um die Eigenschaften für das persönliche Profil zu entdecken begaben sich die Teilnehmer zunächst auf eine Zeitreise durch ihre wichtigsten beruflichen wie privaten Lebensstationen. Zudem wurden als „Telefonjoker“ Freunde, Bekannte und Verwandte befragt, wo sie die jeweiligen Stärken und Schwächen der Teilnehmer sehen. Zum Schluss wurden die Helden und Schurken auf dem Papier zum Leben erweckt und auf wiedererkennbare Namen getauft.

Zeit für den Gipfelruf: „Yiiiipiiiyayeahhhhh“

Das nächste Karlsruher Coaching LAB wird es voraussichtlich im Juni geben. Bis dahin freuen wir uns über Wünsche, Anregungen und Feedback und eine wachsende Community!

Christian, Anna & Christa

*auch für spontane Museumsbesucher der Ausstellung „Open Codes“ im ZKM Karlsruhe