Ausgewählte Kategorie: Coaching

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“Jetzt wird’s persönlich”: Wie reagiere ich, wenn mich jemand in der Diskussion persönlich angreift? Wie funktioniert seine Argumentationsstrategie? In diesem Video gebe ich einen kurzen Einblick – mehr Praxiswissen zu “Bösen Argumenten” und Live-Übungen gibt’s im dazugehörigen Workshop am 16.08.2018 in der Eventreihe “Sommerloch ohne verblöden”

 

Manche Coaches benutzen an einem bestimmten Punkt des Coachings gerne die sogenannte Wunderfrage (manche auch die „Zauberfee“), um den Coachee in einen lösungsorientierten Zustand zu bringen und eine „Musterzustandsänderung“ herbeizuführen. 


Was passiert, wenn man die „haarkleine“ Problemanalyse bzw. das „Problembild“ und das ganze Vorgeplänkel (Vorsicht: überspitzt!) weglässt? Ich praktiziere sehr gerne Kurzzeitcoaching und konzentriere mich mit dem Coachee in sehr begrenzter Zeit auf die Lösungsfindung – im Extremfall braucht es gar keine Erwähnung des Problems, um zu einer Lösung zu kommen. Klingt irre? Total. 

„Der Lösung ist es egal, wie das Problem entstanden ist.“ (Steve de Shazer)

Aus der Lösungsortienten Kurzzeittherapie (Solution Focused Brief Therapy), die von Berg und de Shazer in den 1980er-Jahren begründet wurde, entwickelte sich das Kurzzeitcoaching – kurze Impulse, völlig lösungsorientiert, kurze Zeitintervalle.

Insoo Kim Berg erfand die „Wunderfrage“, die wir auch aus anderen, zeitintensiven Coachingformaten kennen, durch Zufall. Ein Klient wusste in einer Sitzung nicht mehr weiter und sagte: „Vielleicht kann da nur noch ein Wunder helfen“. Insoo Kim Berg, die es sehr begrüßte, wenn auch die Coachin/der Coach sich irritieren lässt, meinte darauf sinngemäß: „Ich habe leider kein Wunder für Sie. … Aber wenn über Nacht ein Wunder geschehen würde und Ihr Problem gelöst wäre: woran würden Sie am darauffolgenden Tag merken, dass sich etwas verändert hat?“

Für alle, die weder das Wort „Wunder“ noch das Wort „Fee“ benutzen wollen, ist es natürlich völlig ok, das Setting neutraler zu beschreiben. Wichtig ist, dass dem Coachee Zeit gegeben wird, über die Frage der Veränderung in Ruhe nachzudenken. „Sie bemerken also morgens, dass das Problem gelöst ist – woran bemerken Sie es? Was ist anders?“ Hier ist viel Askese bei Coachin/Coach gefragt, insbesondere wenn der Coachee mit „Ich weiß nicht“ antworten sollte – dies bedeutet keinesfalls, dass man eingreifen, sondern Zeit lassen sollte. Wenn eine Antwort auftaucht, lohnt es sich ebenfalls, weiterzufragen: „Was fällt Ihnen noch auf?“, „Wer wird noch bemerken, dass das Problem gelöst ist?“, „Was tun Sie als Erstes, wenn das Problem gelöst ist?“, „Wie reagieren andere beteiligte Personen?“

Das Tolle an der Technik ist:

  • Coachee erlebt quasi „gelösten“ Zustand, es passiert bereits eine emotionale Änderung (virtuelles Erleben, „Generalprobe“), die Lösung ist „zum greifen nah“
  • Wunder darf Ausnahmen zulassen, es darf also Wunderhäppchen geben, eine Art Geschichte der kleinen Fortschritte, die sich entwickeln lassen – so entstehen nicht nur Visionen/Lösungsbilder, sondern auch implizite Anleitungen zu kommenden Schritten, diese Vorstellung auch umzusetzen
  • Lässt sich wunderbar im Einzel- und auch Teamcoaching einsetzen, auch sehr zu empfehlen für Agile Coaches (die ich auch immer gerne methodentechnisch inspiriere)!
  • Wenn der Coachee die Technik kennt und nichts von der – pardon – „Kackfee“ wissen möchte, gibt es andere lösungsorientierte Techniken (z. B. die Zukunftwerkstatt lässt sich in adaptierter Weise wunderbar mit einer Person durchführen)

Ach ja, und was hat das mit Klimaanlagen zu tun? Ich biete Kurzzeitcoaching jederzeit an, ausprobieren kann man es unverbindlich und kostenfrei in meiner Coachingsprechstunde, schön im voll klimatisierten Workshopraum. 😉 https://www.think-do-change.de/coaching-sprechstunde/

Lesetipps:

*Steve de Shazer/Yvonne Dolan: Mehr als ein Wunder. Lösungsfokussierte Kurztherapie heute, Carl Auer Verlag 2016.

*Peter Szabó/Insoo Kim Berg: Kurz(zeit)coaching mit Langzeitwirkung, Borgmann Media 2017.

Die neu eingerichtete Coaching Sprechstunde startet ab dem 1. August 2018. Zwischen 16:00 und 19:30 biete ich fünf 30minütige Einheiten an, in denen man unverbindlich und kostenfrei Kurzzeitcoaching ausprobieren kann. Weitere Infos und Anmeldung unter https://www.think-do-change.de/coaching-sprechstunde/

Die Coaching Sprechstunde findet alle zwei Wochen statt. Sie vereinbaren einen Termin und bringen ein Anliegen mit, bei dem ich Sie unterstützen soll. Dann erhalten Sie eine Art „erste Hilfe zur Selbsthilfe“. 

Am 14.06. ist es wieder soweit, das 3. Karlsruher Coaching LAB Event findet erneut in der Ausstellung Open Codes im ZKM statt. Das Motto “Der Mensch ist eine nicht-triviale Maschine” (Heinz von Foerster) begleitet uns dieses Mal – passend zur Ausstellung – in Richtung des Themenfeldes Mensch, Maschine und Digitalisierung. Mehr Infos zum Programm und zur Anmeldung auf unserer unserer Coaching LAB Xing-Seite, Generelles unter www.karlsruher-coaching-lab.de; Fragen oder “lose” Anmeldungen gerne immer an info@karlsruher-coaching-lab.de 

„Ein Leben ohne Karabinerhaken ist kein Leben“ – diesen spontanen Ausruf kürten wir zum Motto des 2. Karlsruher Coaching LABs und statteten sinngemäß zu Beginn des Events jeden Teilnehmer mit einem persönlichen Karabiner aus. Doch kaum hatte sich unsere „Seilschaft“ gebildet und jeder schon mal seinen „Gipfelruf“ geübt – für den Fall, dass die Veranstaltung die persönlichen Erwartungen erfüllt – wurde sie auch schon wieder gelöst und auf die verschiedenen Coaching Sessions aufgeteilt.

Inspiriert von den weitläufigen Räumen des ZKMs und der einmaligen Atmosphäre der Ausstellung „Open Codes“, welche das Coaching LAB dieses Mal beherbergte, hatten Christa, Anna und Christian drei ganz unterschiedliche Formate entwickelt, die nun in Kleingruppen erprobt wurden.

In der „Storytelling“ Session von Christa ging es darum, dass Realität erst dann entsteht, wenn man sie mit jemandem teilt. Der Künstler Markus Nieden (http://markusnieden.com) teilte seine Geschichte mit der Gruppe, um sich Lösungsideen und neue Perspektiven für sein Anliegen einzuholen, sich und seine Projekte in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. Um die Ausgangssituation genauer zu beschreiben kam dabei auch ein Exponat der Open Codes Ausstellung zum Einsatz: die interaktive Installation »Phenotypes/Limited Forms« des Fotografen und Filmemachers Armin Linke ermöglichte es die eigene Geschichte mit Bildern zu erzählen und sogar als Leporello auszudrucken.

Christian hielt es bei seiner Coaching Session nicht lange an einem Ort. Er machte mit seiner Coachee einen „Brain Walk“ durch die weitläufigen Lichthöfe des ZKM. Begleitet wurden sie auf dem Weg zu verschiedenen Stationen von einem „Chor“ (angelehnt an das antike Drama), der zunächst beobachtete und später als Sprechchor der Coachee in ungewöhnlicher Weise die persönlichen Ressourcen in Bezug auf das Anliegen spiegelte.

In Annas „Kreativ Session“ erarbeiteten die Teilnehmer ihre Superhelden/Superschurken-Profile und stellten sich darüberhinaus mutig ihrem Erzfeind. Um die Eigenschaften für das persönliche Profil zu entdecken begaben sich die Teilnehmer zunächst auf eine Zeitreise durch ihre wichtigsten beruflichen wie privaten Lebensstationen. Zudem wurden als „Telefonjoker“ Freunde, Bekannte und Verwandte befragt, wo sie die jeweiligen Stärken und Schwächen der Teilnehmer sehen. Zum Schluss wurden die Helden und Schurken auf dem Papier zum Leben erweckt und auf wiedererkennbare Namen getauft.

Zeit für den Gipfelruf: „Yiiiipiiiyayeahhhhh“

Das nächste Karlsruher Coaching LAB wird es voraussichtlich im Juni geben. Bis dahin freuen wir uns über Wünsche, Anregungen und Feedback und eine wachsende Community!

Christian, Anna & Christa

*auch für spontane Museumsbesucher der Ausstellung „Open Codes“ im ZKM Karlsruhe

Das zweite Karlsruher Coaching LAB findet bereits am 29.03.2018 ab 17 Uhr im ZKM in der Ausstellung Open Codes statt. Wir werden dort in verschiedenen Open Spaces in drei Gruppen mit Coachingmethoden experimentieren, darunter Kreativcoaching und erstmals kurzweilige “Brainwalks” – eine Reise um das eigene Anliegen, die die Perspektive verändert. Eigene Anliegen dürfen gerne mitgebracht werden, wir freuen uns über kurze Vorabsprache. Die Anmeldung funktioniert über Xing, FB oder einfach per Mail an info@karlsruher-coaching-lab.de. Die Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns auf Euch und einen spannenden Abend!  
Zum Jahresende haben Anna Zinßer und ich ein gemeinsames Atelier/Büro mit angeschlossenem Seminarraum im Rheinhafen Karlsruhe bezogen. Das ist unser neuer „Denkhafen“, wo wir jeweils unseren eigenen Tätigkeiten nachgehen können, aber auch gemeinsame Projekte und Veranstaltungen (Karlsruher Coaching LAB) vorantreiben und stattfinden lassen können. Momentan ähnelt das Ganze noch einem „White Cube“:
Das erste Coaching LAB Event findet am 22. November 2017, 17:30-20:00 Uhr, im Perfekt Futur Karlsruhe statt. Christa Becker-Binder, Anna Zinßer und ich beginnen eine kreative und experimentierfreudige Veranstaltungsreihe, die einen einfachen und unkomplizierten Zugang zu Coachingmethoden und -möglichkeiten bieten soll und die Teilnehmer*innen einlädt zu partizipieren, experimentieren und gemeinsam weiterzuentwickeln. Die Besucher können einfach mal reinschauen und beobachten, oder auch unmittelbar partizipieren. Bei der ersten Veranstaltung des Karlsruher Coaching LAB werden wir uns nach einem gemeinsamen Impuls in zwei Sessions aufteilen: Zum einen in ein kollegiales Coaching – dort können die Teilnehmer entweder an einem demonstrierten Anliegen teilhaben, als “Berater” fungieren oder eigene Anliegen mitbringen; zum anderen ein Kreativcoaching, das verschiedene Kreativitäts- und Perspektivierungsmethoden näher bringen und in der Praxis zeigen soll. Es gibt keinerlei Zugangsvoraussetzungen, es wird kein Vorwissen benötigt. Genauere Infos und die Anmeldung für das Event am 22.11.2017 finden Sie auf unserer Xing-Seite. Unabhängig von der Anmeldung zum Event freuen wir uns, wenn Sie sich unserer Xing-Gruppe anschließen, um immer über die neuesten Veranstaltungen und News informiert zu werden!  
Frisch im YouTube-Kanal erschienen: Das erste Video der RoughCuts-Reihe zum Thema Visionen!
Momentan suche ich mir gerne Veranstaltungen, die mich inspirieren, nicht drei bis gefühlt 700 Tage dauern und nicht ein vielfaches eines durchschnittlichen Monatseinkommens kosten. Da fiel mir eine kompakte Veranstaltung mit dem Titel “Die Zukunft von Führung und Coaching” ins Auge, die am 1. Juni 2017 an der HdWM Mannheim unter Beteiligung des Karlsruher Instituts für Coaching stattfinden wird. Start ist 14 Uhr, es gibt mehrere Workshops, mit 65 Euro Teilnahmegebühr ist das Ganze bezahlbar und verspricht einiges an Expertise zum Themenfeld. Das Programm sieht auf jeden Fall gut aus!