Ausgewählte Kategorie: Coaching

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Gestern durfte ich Teil eines interessanten Experiments sein: Als Laie Icons malen, mithilfe eines vorgegebenen Rasters, aber unter Zeitdruck. 

Was Anna als Expertin so beschreibt, fühlte sich für mich sehr herausfordernd an: In 10 Minuten sechs Icons malen und dabei die Formen des vorgegebenen Rasters verwenden. Zuerst denkt man: Ui, in 10 Minuten schaffe ich das nie! Dann denkt man nach der ersten Figur: Fällt mir jetzt wirklich noch was ein? Aber mit der (kurzen!) Zeit entdeckt man doch neue Möglichkeiten und lässt sich auf das Experiment ein, in minimaler Zeit etwas “zu schaffen”. Das ist interessant, denken wir doch meistens: Ach, dafür hätte ich jetzt nur 10 Minuten, das mach ich dann mal lieber “richtig” … 

Herr Frutiger, der bei dem Experiment Pate stand, wäre wahrlich nicht stolz gewesen auf mein Ergebnis … Stichwort: Ausmalen will auch gelernt sein … aber ich habe das etwas Wichtiges mitgenommen: Anfangen, Leitplanken setzen/setzen lassen, los! 

Oder um es mit einem Songtextausschnitt von Jessie J zu sagen: 

“Can’t color inside the lines ’cause
I’m perfectly incomplete
I’m still working on my masterpiece”

Wer sich weiter im “Timeboxing” üben möchte, hat bei unserem letzten Sommerloch Event “Think inside out the timebox – Kreative Ideen in wenigen Minuten” die Gelegenheit dazu.

Anmeldung über Eventbrite: https://www.eventbrite.de/e/think-inside-out-the-timebox-kreative-ideen-in-wenigen-minuten-tickets-48730934537?aff=ehomecard

 

 

Erstmalig kooperieren das Karlsruher Coaching LAB und die Digital Media Women Karlsruhe (dmw ka)! Am 11. Oktober um 18:30 Uhr geht es gemeinsam los mit der neuen neuen Coach-UP Reihe, Veranstaltungsort ist die Ausstellung “Open Codes” im ZKM Karlsruhe. An diesem Abend könnt ihr euren Karrierwegen an drei verschiedenen kreativen Stationen tiefer auf den Grund gehen:

Woher komme ich? Wo stehe ich? Wohin will ich hin?

Oder in kreative Aufgaben übersetzt: Wieviele Sherpas brauche ich auf meiner nächsten Wegstrecke? Wenn mein Leben aus Baumringen bestünde, wie markiere ich die Stelle, die ich anvisiere – außerhalb des jetzigen Stammes? Wenn ich grundlegende Fragen an mein Leben beantworten müsste: Welche würde ich in einer Zeitkapsel vergraben? 

Anmeldung über die Facebook-Seite der dmw ka: www.facebook.com/events/1433687196775427/

Es wird spannend. Wir freuen uns auf Euch! 

Beim Tetralemma handelt sich um eine Technik zur Entscheidungsfindung, die sich besonders dann eignet, wenn man sich in einer „Zwickmühle“ befindet. Sie dient sowohl zur Klärung innerer als auch äußerer Konflikte, Lösung von Dilemmata, zur kreativen Lösungsfindung und zur Sichtbarmachung von übersehenen Aspekten. Sie kann z. B. im Coaching oder in der Beratung angewandt werden, wenn der Coachee zwischen zwei gleich starken Handlungsoptionen hin- und herschwankt.

Im Vodcast gebe ich einen kurzen Einblick in die Methode. Wer mehr zum Thema Entscheidungsfindung lernen und ausprobieren möchte, besucht am besten unseren Workshop “Ja – Nein – Vielleicht – Später. Neue Wege Entscheidungen zu treffen” am Donnerstag, 30.08.2018, 18-21 Uhr in unseren Räumlichkeiten im Karlsruher Rheinhafen.

Anmeldung unter: https://www.eventbrite.de/e/ja-nein-vielleicht-spater-neue-wege-entscheidungen-zu-treffen-tickets-48730455103

 

 

 

“Jetzt wird’s persönlich”: Wie reagiere ich, wenn mich jemand in der Diskussion persönlich angreift? Wie funktioniert seine Argumentationsstrategie? In diesem Video gebe ich einen kurzen Einblick – mehr Praxiswissen zu “Bösen Argumenten” und Live-Übungen gibt’s im dazugehörigen Workshop am 16.08.2018 in der Eventreihe “Sommerloch ohne verblöden”

 

Manche Coaches benutzen an einem bestimmten Punkt des Coachings gerne die sogenannte Wunderfrage (manche auch die „Zauberfee“), um den Coachee in einen lösungsorientierten Zustand zu bringen und eine „Musterzustandsänderung“ herbeizuführen. 


Was passiert, wenn man die „haarkleine“ Problemanalyse bzw. das „Problembild“ und das ganze Vorgeplänkel (Vorsicht: überspitzt!) weglässt? Ich praktiziere sehr gerne Kurzzeitcoaching und konzentriere mich mit dem Coachee in sehr begrenzter Zeit auf die Lösungsfindung – im Extremfall braucht es gar keine Erwähnung des Problems, um zu einer Lösung zu kommen. Klingt irre? Total. 

„Der Lösung ist es egal, wie das Problem entstanden ist.“ (Steve de Shazer)

Aus der Lösungsortienten Kurzzeittherapie (Solution Focused Brief Therapy), die von Berg und de Shazer in den 1980er-Jahren begründet wurde, entwickelte sich das Kurzzeitcoaching – kurze Impulse, völlig lösungsorientiert, kurze Zeitintervalle.

Insoo Kim Berg erfand die „Wunderfrage“, die wir auch aus anderen, zeitintensiven Coachingformaten kennen, durch Zufall. Ein Klient wusste in einer Sitzung nicht mehr weiter und sagte: „Vielleicht kann da nur noch ein Wunder helfen“. Insoo Kim Berg, die es sehr begrüßte, wenn auch die Coachin/der Coach sich irritieren lässt, meinte darauf sinngemäß: „Ich habe leider kein Wunder für Sie. … Aber wenn über Nacht ein Wunder geschehen würde und Ihr Problem gelöst wäre: woran würden Sie am darauffolgenden Tag merken, dass sich etwas verändert hat?“

Für alle, die weder das Wort „Wunder“ noch das Wort „Fee“ benutzen wollen, ist es natürlich völlig ok, das Setting neutraler zu beschreiben. Wichtig ist, dass dem Coachee Zeit gegeben wird, über die Frage der Veränderung in Ruhe nachzudenken. „Sie bemerken also morgens, dass das Problem gelöst ist – woran bemerken Sie es? Was ist anders?“ Hier ist viel Askese bei Coachin/Coach gefragt, insbesondere wenn der Coachee mit „Ich weiß nicht“ antworten sollte – dies bedeutet keinesfalls, dass man eingreifen, sondern Zeit lassen sollte. Wenn eine Antwort auftaucht, lohnt es sich ebenfalls, weiterzufragen: „Was fällt Ihnen noch auf?“, „Wer wird noch bemerken, dass das Problem gelöst ist?“, „Was tun Sie als Erstes, wenn das Problem gelöst ist?“, „Wie reagieren andere beteiligte Personen?“

Das Tolle an der Technik ist:

  • Coachee erlebt quasi „gelösten“ Zustand, es passiert bereits eine emotionale Änderung (virtuelles Erleben, „Generalprobe“), die Lösung ist „zum greifen nah“
  • Wunder darf Ausnahmen zulassen, es darf also Wunderhäppchen geben, eine Art Geschichte der kleinen Fortschritte, die sich entwickeln lassen – so entstehen nicht nur Visionen/Lösungsbilder, sondern auch implizite Anleitungen zu kommenden Schritten, diese Vorstellung auch umzusetzen
  • Lässt sich wunderbar im Einzel- und auch Teamcoaching einsetzen, auch sehr zu empfehlen für Agile Coaches (die ich auch immer gerne methodentechnisch inspiriere)!
  • Wenn der Coachee die Technik kennt und nichts von der – pardon – „Kackfee“ wissen möchte, gibt es andere lösungsorientierte Techniken (z. B. die Zukunftwerkstatt lässt sich in adaptierter Weise wunderbar mit einer Person durchführen)

Ach ja, und was hat das mit Klimaanlagen zu tun? Ich biete Kurzzeitcoaching jederzeit an, ausprobieren kann man es unverbindlich und kostenfrei in meiner Coachingsprechstunde, schön im voll klimatisierten Workshopraum. 😉 https://www.think-do-change.de/coaching-sprechstunde/

Lesetipps:

*Steve de Shazer/Yvonne Dolan: Mehr als ein Wunder. Lösungsfokussierte Kurztherapie heute, Carl Auer Verlag 2016.

*Peter Szabó/Insoo Kim Berg: Kurz(zeit)coaching mit Langzeitwirkung, Borgmann Media 2017.

Die neu eingerichtete Coaching Sprechstunde startet ab dem 1. August 2018. Zwischen 16:00 und 19:30 biete ich fünf 30minütige Einheiten an, in denen man unverbindlich und kostenfrei Kurzzeitcoaching ausprobieren kann. Weitere Infos und Anmeldung unter https://www.think-do-change.de/coaching-sprechstunde/

Die Coaching Sprechstunde findet alle zwei Wochen statt. Sie vereinbaren einen Termin und bringen ein Anliegen mit, bei dem ich Sie unterstützen soll. Dann erhalten Sie eine Art „erste Hilfe zur Selbsthilfe“. 

Am 14.06. ist es wieder soweit, das 3. Karlsruher Coaching LAB Event findet erneut in der Ausstellung Open Codes im ZKM statt. Das Motto “Der Mensch ist eine nicht-triviale Maschine” (Heinz von Foerster) begleitet uns dieses Mal – passend zur Ausstellung – in Richtung des Themenfeldes Mensch, Maschine und Digitalisierung. Mehr Infos zum Programm und zur Anmeldung auf unserer unserer Coaching LAB Xing-Seite, Generelles unter www.karlsruher-coaching-lab.de; Fragen oder “lose” Anmeldungen gerne immer an info@karlsruher-coaching-lab.de 

„Ein Leben ohne Karabinerhaken ist kein Leben“ – diesen spontanen Ausruf kürten wir zum Motto des 2. Karlsruher Coaching LABs und statteten sinngemäß zu Beginn des Events jeden Teilnehmer mit einem persönlichen Karabiner aus. Doch kaum hatte sich unsere „Seilschaft“ gebildet und jeder schon mal seinen „Gipfelruf“ geübt – für den Fall, dass die Veranstaltung die persönlichen Erwartungen erfüllt – wurde sie auch schon wieder gelöst und auf die verschiedenen Coaching Sessions aufgeteilt.

Inspiriert von den weitläufigen Räumen des ZKMs und der einmaligen Atmosphäre der Ausstellung „Open Codes“, welche das Coaching LAB dieses Mal beherbergte, hatten Christa, Anna und Christian drei ganz unterschiedliche Formate entwickelt, die nun in Kleingruppen erprobt wurden.

In der „Storytelling“ Session von Christa ging es darum, dass Realität erst dann entsteht, wenn man sie mit jemandem teilt. Der Künstler Markus Nieden (http://markusnieden.com) teilte seine Geschichte mit der Gruppe, um sich Lösungsideen und neue Perspektiven für sein Anliegen einzuholen, sich und seine Projekte in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. Um die Ausgangssituation genauer zu beschreiben kam dabei auch ein Exponat der Open Codes Ausstellung zum Einsatz: die interaktive Installation »Phenotypes/Limited Forms« des Fotografen und Filmemachers Armin Linke ermöglichte es die eigene Geschichte mit Bildern zu erzählen und sogar als Leporello auszudrucken.

Christian hielt es bei seiner Coaching Session nicht lange an einem Ort. Er machte mit seiner Coachee einen „Brain Walk“ durch die weitläufigen Lichthöfe des ZKM. Begleitet wurden sie auf dem Weg zu verschiedenen Stationen von einem „Chor“ (angelehnt an das antike Drama), der zunächst beobachtete und später als Sprechchor der Coachee in ungewöhnlicher Weise die persönlichen Ressourcen in Bezug auf das Anliegen spiegelte.

In Annas „Kreativ Session“ erarbeiteten die Teilnehmer ihre Superhelden/Superschurken-Profile und stellten sich darüberhinaus mutig ihrem Erzfeind. Um die Eigenschaften für das persönliche Profil zu entdecken begaben sich die Teilnehmer zunächst auf eine Zeitreise durch ihre wichtigsten beruflichen wie privaten Lebensstationen. Zudem wurden als „Telefonjoker“ Freunde, Bekannte und Verwandte befragt, wo sie die jeweiligen Stärken und Schwächen der Teilnehmer sehen. Zum Schluss wurden die Helden und Schurken auf dem Papier zum Leben erweckt und auf wiedererkennbare Namen getauft.

Zeit für den Gipfelruf: „Yiiiipiiiyayeahhhhh“

Das nächste Karlsruher Coaching LAB wird es voraussichtlich im Juni geben. Bis dahin freuen wir uns über Wünsche, Anregungen und Feedback und eine wachsende Community!

Christian, Anna & Christa

*auch für spontane Museumsbesucher der Ausstellung „Open Codes“ im ZKM Karlsruhe

Das zweite Karlsruher Coaching LAB findet bereits am 29.03.2018 ab 17 Uhr im ZKM in der Ausstellung Open Codes statt. Wir werden dort in verschiedenen Open Spaces in drei Gruppen mit Coachingmethoden experimentieren, darunter Kreativcoaching und erstmals kurzweilige “Brainwalks” – eine Reise um das eigene Anliegen, die die Perspektive verändert. Eigene Anliegen dürfen gerne mitgebracht werden, wir freuen uns über kurze Vorabsprache. Die Anmeldung funktioniert über Xing, FB oder einfach per Mail an info@karlsruher-coaching-lab.de. Die Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns auf Euch und einen spannenden Abend!  
Zum Jahresende haben Anna Zinßer und ich ein gemeinsames Atelier/Büro mit angeschlossenem Seminarraum im Rheinhafen Karlsruhe bezogen. Das ist unser neuer „Denkhafen“, wo wir jeweils unseren eigenen Tätigkeiten nachgehen können, aber auch gemeinsame Projekte und Veranstaltungen (Karlsruher Coaching LAB) vorantreiben und stattfinden lassen können. Momentan ähnelt das Ganze noch einem „White Cube“: