Alter Schwede, sind wir stolz: Wir haben als Gruppe gemeinsam in 4 Tagen ein Buch über “Perspektiven der Agilität” geschrieben, und unsere book sprint-Methode haben wir ebenfalls agil-experimentell gestaltet. Einige Personen und Gruppen haben uns dabei spontan unterstützt, inspiriert und Statements, Antworten und Minibeiträge geliefert – Hammer, vielen Dank!

Daher ist heute Abend Version 0.18 des Buchs frei als pdf erhältlich unter http://agile-booksprint.de (Direktlink). Wir werden mit der Methode weitermachen und das Buch iterieren und weiterentwickeln, gerne mit Eurer Beteiligung! Das Buch wird also noch wachsen, mehr Themen abdecken und noch mehr gemeinsame Entwicklung werden. Freuen uns über Beteiligung, sind natürlich auch scharf darauf, die Methode weiterzutragen und auszutesten. Sprecht und einfach mal an: info@agile-booksprint.de

Freuen uns auf Euer Feedback! 

Anna, Christian, Janna, Martin und Nick

Heute ist Tag 3 unseres Book Sprints in Kooperation mit dem ZKM Karlsruhe. Bis morgen arbeiten wir noch live in der temporären Ausstellung „Learning takes place“ sowie remote am Thema „Perspektiven der Agilität“. Kritische, kreative, ungewöhnliche Sichtweisen auf diverse Aspekte der Agilität, mit unterschiedlichen Beiträger*innen. 

Hier mal ein kleiner Teaser aus dem Kapitel „Agile Fails“, man merkt, es fehlt unserem Projekt nicht an Humor und Ironie. 

Morgen Abend/Nacht soll das Pilot-Projekt dann enden, das Buch wird dann digital veröffentlicht mit Option auf Fortführung/Druckfassung usw.

Expo Shanghai 2010: Ein Film zeigt die Wandlung einer Industrie-, Hafen- und Werftstadt hin zur Kulturmetropole, die ihre Vergangenheit gekonnt transformiert hat. 

Den Film kann man heute im Museo Maritimo Bilbaos sehen, die zwei Leinwände werden parallel bespielt und das davor liegende Modell Bilbaos jeweils in den Distrikten beleuchtet, deren Transformationen gerade gezeigt werden.

Anker gesetzt für kulturelle Transformation: Das von Frank Gehry geplante und umgesetzte Guggenheim Museum im Stadtkern, direkt am Fluss, ist Besuchermagnet und Ausgangspunkt der Transformation, die andauert. Man spricht vom sogenannten “Bilbao-Effekt”.

Ich wage einmal einen hoffentlich inspirierenden Vergleich:

Wandel lässt sich planen, mit einer starken Vision und gemeinsam gestalteten Zielen ist eine fast unvorstellbare Wandlung und Umsetzungstärke erreichbar.

 

Alle Fotos: Dr. Christian Hoffstadt

Und damit meine ich gar nicht den Bereich der Architektur, des Städtebaus oder der Rekulturierung einer Industrieregion. Ich meine Unternehmenswandel: Wir vergessen oft die kulturelle Transformation, halten diesen Bereich für nicht greif- oder formbar, dabei haben wir oft viel zu große Scheu, Visionen von Menschen zuzulassen und an ihre Zusammenarbeit zu glauben. 

Natürlich sind die architektonischen Kriterien des Bilbao-Effekts nicht direkt übertragbar (zentrale Lage, Nähe von Gewässer, innovative Architektur, Provokation und spektakulär sein) – und auch im architektonischen Bereich nicht einfach “nachahmbar”, wie das Beispiel Wolfsburg zeigt. 

Steile These: Wir müssen aufhören, nachzuahmen, wir müssen den Mut haben, Teamkultur, Unternehmenskultur gestaltbar und transparent zu machen. Nur mal so als Inspiration. 

 

 

 

 

Wir planen ein Experiment in Karlsruhe: Einen Book Sprint, der im besten Falle an mehreren Orten parallel stattfinden soll. 

Dafür suchen wir momentan: 

  • Personen, die bereits Book Sprint-Erfahrung haben und mitorganisieren möchten (im besten Fall wart Ihr schon einmal Facilitator) (Book Sprint Gruppen bestehen aus 5-8 Personen, davon jeweils immer ein Facilitator)
  • Personen, die bereits Interesse signalisieren als Teilnehmer/Schreibende dabei zu sein (Themenabriss siehe unten)
  • Unternehmen und Institutionen in Karlsruhe, die Räume und ggf. Catering zur Verfügung stellen wollen (andere Standorte remote zuzuschalten wäre zumindest theoretisch denkbar) 

Das Thema, das wir wertschätzend-kritisch-wissenschaftlich-kreativ durchleuchten wollen lautet: Post-Agilität (Was kommt nach dem “Agil”-Trend?), Kritik der Agilität (Theorie/Praxis/Ideologie), De-Agilisierung, Philosophie der Agilität usw. Die Themen und Schwerpunkte bestimmen die Book Sprint Gruppen im Rahmen des Hauptthemas selber!

Die Veranstaltung soll ca. 3 Tage dauern, z. B. von Freitag Mittag bis Sonntag Nachmittag. Die Ergebnisse werden publiziert.

Bei Interesse oder Fragen einfach Email an info@think-do-change.de

Gestern durfte ich Teil eines interessanten Experiments sein: Als Laie Icons malen, mithilfe eines vorgegebenen Rasters, aber unter Zeitdruck. 

Was Anna als Expertin so beschreibt, fühlte sich für mich sehr herausfordernd an: In 10 Minuten sechs Icons malen und dabei die Formen des vorgegebenen Rasters verwenden. Zuerst denkt man: Ui, in 10 Minuten schaffe ich das nie! Dann denkt man nach der ersten Figur: Fällt mir jetzt wirklich noch was ein? Aber mit der (kurzen!) Zeit entdeckt man doch neue Möglichkeiten und lässt sich auf das Experiment ein, in minimaler Zeit etwas “zu schaffen”. Das ist interessant, denken wir doch meistens: Ach, dafür hätte ich jetzt nur 10 Minuten, das mach ich dann mal lieber “richtig” … 

Herr Frutiger, der bei dem Experiment Pate stand, wäre wahrlich nicht stolz gewesen auf mein Ergebnis … Stichwort: Ausmalen will auch gelernt sein … aber ich habe das etwas Wichtiges mitgenommen: Anfangen, Leitplanken setzen/setzen lassen, los! 

Oder um es mit einem Songtextausschnitt von Jessie J zu sagen: 

“Can’t color inside the lines ’cause
I’m perfectly incomplete
I’m still working on my masterpiece”

Wer sich weiter im “Timeboxing” üben möchte, hat bei unserem letzten Sommerloch Event “Think inside out the timebox – Kreative Ideen in wenigen Minuten” die Gelegenheit dazu.

Anmeldung über Eventbrite: https://www.eventbrite.de/e/think-inside-out-the-timebox-kreative-ideen-in-wenigen-minuten-tickets-48730934537?aff=ehomecard

 

 

Erstmalig kooperieren das Karlsruher Coaching LAB und die Digital Media Women Karlsruhe (dmw ka)! Am 11. Oktober um 18:30 Uhr geht es gemeinsam los mit der neuen neuen Coach-UP Reihe, Veranstaltungsort ist die Ausstellung “Open Codes” im ZKM Karlsruhe. An diesem Abend könnt ihr euren Karrierwegen an drei verschiedenen kreativen Stationen tiefer auf den Grund gehen:

Woher komme ich? Wo stehe ich? Wohin will ich hin?

Oder in kreative Aufgaben übersetzt: Wieviele Sherpas brauche ich auf meiner nächsten Wegstrecke? Wenn mein Leben aus Baumringen bestünde, wie markiere ich die Stelle, die ich anvisiere – außerhalb des jetzigen Stammes? Wenn ich grundlegende Fragen an mein Leben beantworten müsste: Welche würde ich in einer Zeitkapsel vergraben? 

Anmeldung über die Facebook-Seite der dmw ka: www.facebook.com/events/1433687196775427/

Es wird spannend. Wir freuen uns auf Euch! 

Beim Tetralemma handelt sich um eine Technik zur Entscheidungsfindung, die sich besonders dann eignet, wenn man sich in einer „Zwickmühle“ befindet. Sie dient sowohl zur Klärung innerer als auch äußerer Konflikte, Lösung von Dilemmata, zur kreativen Lösungsfindung und zur Sichtbarmachung von übersehenen Aspekten. Sie kann z. B. im Coaching oder in der Beratung angewandt werden, wenn der Coachee zwischen zwei gleich starken Handlungsoptionen hin- und herschwankt.

Im Vodcast gebe ich einen kurzen Einblick in die Methode. Wer mehr zum Thema Entscheidungsfindung lernen und ausprobieren möchte, besucht am besten unseren Workshop “Ja – Nein – Vielleicht – Später. Neue Wege Entscheidungen zu treffen” am Donnerstag, 30.08.2018, 18-21 Uhr in unseren Räumlichkeiten im Karlsruher Rheinhafen.

Anmeldung unter: https://www.eventbrite.de/e/ja-nein-vielleicht-spater-neue-wege-entscheidungen-zu-treffen-tickets-48730455103

 

 

 

“Jetzt wird’s persönlich”: Wie reagiere ich, wenn mich jemand in der Diskussion persönlich angreift? Wie funktioniert seine Argumentationsstrategie? In diesem Video gebe ich einen kurzen Einblick – mehr Praxiswissen zu “Bösen Argumenten” und Live-Übungen gibt’s im dazugehörigen Workshop am 16.08.2018 in der Eventreihe “Sommerloch ohne verblöden”

 

Manche Coaches benutzen an einem bestimmten Punkt des Coachings gerne die sogenannte Wunderfrage (manche auch die „Zauberfee“), um den Coachee in einen lösungsorientierten Zustand zu bringen und eine „Musterzustandsänderung“ herbeizuführen. 


Was passiert, wenn man die „haarkleine“ Problemanalyse bzw. das „Problembild“ und das ganze Vorgeplänkel (Vorsicht: überspitzt!) weglässt? Ich praktiziere sehr gerne Kurzzeitcoaching und konzentriere mich mit dem Coachee in sehr begrenzter Zeit auf die Lösungsfindung – im Extremfall braucht es gar keine Erwähnung des Problems, um zu einer Lösung zu kommen. Klingt irre? Total. 

„Der Lösung ist es egal, wie das Problem entstanden ist.“ (Steve de Shazer)

Aus der Lösungsortienten Kurzzeittherapie (Solution Focused Brief Therapy), die von Berg und de Shazer in den 1980er-Jahren begründet wurde, entwickelte sich das Kurzzeitcoaching – kurze Impulse, völlig lösungsorientiert, kurze Zeitintervalle.

Insoo Kim Berg erfand die „Wunderfrage“, die wir auch aus anderen, zeitintensiven Coachingformaten kennen, durch Zufall. Ein Klient wusste in einer Sitzung nicht mehr weiter und sagte: „Vielleicht kann da nur noch ein Wunder helfen“. Insoo Kim Berg, die es sehr begrüßte, wenn auch die Coachin/der Coach sich irritieren lässt, meinte darauf sinngemäß: „Ich habe leider kein Wunder für Sie. … Aber wenn über Nacht ein Wunder geschehen würde und Ihr Problem gelöst wäre: woran würden Sie am darauffolgenden Tag merken, dass sich etwas verändert hat?“

Für alle, die weder das Wort „Wunder“ noch das Wort „Fee“ benutzen wollen, ist es natürlich völlig ok, das Setting neutraler zu beschreiben. Wichtig ist, dass dem Coachee Zeit gegeben wird, über die Frage der Veränderung in Ruhe nachzudenken. „Sie bemerken also morgens, dass das Problem gelöst ist – woran bemerken Sie es? Was ist anders?“ Hier ist viel Askese bei Coachin/Coach gefragt, insbesondere wenn der Coachee mit „Ich weiß nicht“ antworten sollte – dies bedeutet keinesfalls, dass man eingreifen, sondern Zeit lassen sollte. Wenn eine Antwort auftaucht, lohnt es sich ebenfalls, weiterzufragen: „Was fällt Ihnen noch auf?“, „Wer wird noch bemerken, dass das Problem gelöst ist?“, „Was tun Sie als Erstes, wenn das Problem gelöst ist?“, „Wie reagieren andere beteiligte Personen?“

Das Tolle an der Technik ist:

  • Coachee erlebt quasi „gelösten“ Zustand, es passiert bereits eine emotionale Änderung (virtuelles Erleben, „Generalprobe“), die Lösung ist „zum greifen nah“
  • Wunder darf Ausnahmen zulassen, es darf also Wunderhäppchen geben, eine Art Geschichte der kleinen Fortschritte, die sich entwickeln lassen – so entstehen nicht nur Visionen/Lösungsbilder, sondern auch implizite Anleitungen zu kommenden Schritten, diese Vorstellung auch umzusetzen
  • Lässt sich wunderbar im Einzel- und auch Teamcoaching einsetzen, auch sehr zu empfehlen für Agile Coaches (die ich auch immer gerne methodentechnisch inspiriere)!
  • Wenn der Coachee die Technik kennt und nichts von der – pardon – „Kackfee“ wissen möchte, gibt es andere lösungsorientierte Techniken (z. B. die Zukunftwerkstatt lässt sich in adaptierter Weise wunderbar mit einer Person durchführen)

Ach ja, und was hat das mit Klimaanlagen zu tun? Ich biete Kurzzeitcoaching jederzeit an, ausprobieren kann man es unverbindlich und kostenfrei in meiner Coachingsprechstunde, schön im voll klimatisierten Workshopraum. 😉 https://www.think-do-change.de/coaching-sprechstunde/

Lesetipps:

*Steve de Shazer/Yvonne Dolan: Mehr als ein Wunder. Lösungsfokussierte Kurztherapie heute, Carl Auer Verlag 2016.

*Peter Szabó/Insoo Kim Berg: Kurz(zeit)coaching mit Langzeitwirkung, Borgmann Media 2017.

„SOMMERLOCH OHNE VERBLÖDEN“ – eine Veranstaltungsreihe, die an drei verschiedenen Abenden Impulse für das (berufliche oder private) Leben mitgeben möchte. Mit Spaß, Kreativität und Köpfchen gegen die Sommermüdigkeit! Für genügend Abkühlung ist ebenfalls, durch kühle Getränke und gut klimatisierte Räumlichkeiten (in unserem Denkhafen), gesorgt.

Die erste Veranstaltung findet am Donnerstag den 16.08. ab 18:00 Uhr statt zum Thema „Böse Argumente – Erkennen – Erleben – Eliminieren“ .

Die All-Inclusive-Tickets gibt es über Eventbrite (45€ / pro Veranstaltung):
https://www.eventbrite.de/o/dr-christian-hoffstadt-17640735763

Wir freuen uns auf euch!

Dr. Christian Hoffstadt & Anna Zinßer